Das Patenkind der MOS

Silvia Ximena Cueva Cango, ein Mädchen aus Ecuador

Am Ende der Projektwoche "Nachhaltigkeit und Globalisierung" im März 2012 beschloss unsere 12. Klasse ein nachhaltiges Entwicklungsprojekt zu unterstützen und die Patenschaft für ein Mädchen zu übernehmen. Im Rahmen eines sehr informativen und überzeugenden Vortrages klärten uns 2 Mitarbeiterinnen der Plan-Organisation über die Bedeutung der weltweiten Patenschaften auf.
Bildung der Kinder, v.a. von Mädchen fand unsere Zustimmung!
Und das ist sie:
Ihr Name ist Silvia Ximena Cueva Cango, sie ist am 10.2.1999 geboren und lebt mit ihrer Familie, Eltern, 3 Brüdern und zwei Schwestern in Ecuador/Calvas. Silvia besucht eine Grundschule und ist ein gesundes Mädchen.
Calvas liegt in der Provinz Loja im Süden Ecuadors an der peruanischen Grenze. Die Landschaft ist sehr schön und wird durch Berge, Schluchten und sanfte Hügel mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt geprägt. Es herrscht ein gemäßigtes Klima mit Temperaturen von 16 bis 22 Grad. Calvas liegt 1800 bis 2500 Meter über dem Meeresspiegel. Die Familien leben dort von der Viehzucht und dem Ackerbau. Außerdem betreiben sie Handel - sowohl in offiziell registrierten Betrieben als auch informell. In einigen Teilen der Provinz wird hochwertiger Kaffee angebaut.
Auch Silvias Eltern sind Bauern.

In Calvas gibt es Trinkwasser und öffentliche Wasserstellen. Es gibt Latrinen, Festnetztelefonleitungen und eine Elektrizitätsversorgung. Es gibt Schulen, Ausbildungseinrichtungen, kleine Krankenstationen, weitgehend auch Müllabfuhr. Hört sich doch eigentlich nicht schlecht an, oder?

Aber: die größten Herausforderungen in Calvas sind dennoch:

  • Mangelnde Hygiene und eine schlechte Ernährung, die zu Mangelernährung bei Kleinkindern führt.
  • Umweltverschmutzung, die Gesundheitsprobleme, wie parasitären Durchfall und Erkrankungen verursacht.
  • Fehlende Unterstützung für die Landwirtschaft, so dass Arbeitslosigkeit und Abwanderung in den ländlichen Gegenden Folge sind.
  • Kinder, die die Schule abbrechen, weil die Eltern fortziehen und sie in der Obhut von Großeltern oder anderen Verwandten zurücklassen, die die Bildung der Kinder dann vernachlässigen. Vor allem die der Mädchen, die dann im Haushalt helfen müssen.
  • Leider gibt es viel zu häufig auch Missbrauch durch Angehörige und Lehrkräfte,
  • ungeeignete Klassenzimmer und schlechte Schulen und
  • Alkoholprobleme - bei Jugendlichen und Erwachsenen!

Die Organisation Plan ist seit 1996 in Calvas tätig und unterstützt die Menschen vor Ort, arbeitet mit Politikern zusammen, entwickelt Netzwerke, führt Veranstaltungen durch, fördert die Kompetenzen von Ehrenamtlichen, sorgt für aufklärende Gesundheitsentwicklung, vermittelt ein Wissen über Rechte, sorgt für Bildung und vieles vieles mehr.
Uns gefällt, dass mit der Übernahme einer Patenschaft einer ganzen Region geholfen werden kann und dass das Ziel der Plan-Organisation immer ist, eines Tages überflüssig zu sein, und sich die Region selbst ausreichend versorgen kann. Ein nach unserer Meinung nachhaltiges Ziel!
Wir werden also zukünftig zu allen Anlässen rund um unser Schulleben für Silvia und die Region Calvas in Ecuador sammeln - was sind denn für uns Wohlstandsbürger schon 28€ im Monat...?