Nachhaltigkeit und Globalisierung

Fünf Projektarbeiten zum Thema

Die Projektarbeit leistet in unserer Schule einen wesentlichen Beitrag zum Lernen und Lehren. "Nachhaltigkeit und Globalisierung" als hochaktuelles, brisantes Querschnittsthema hat uns in diesem Schuljahr eine ganze Woche lang besonders intensiv beschäftigt.
Ziel war es, sich im Rahmen theoretischer und praktischer Arbeitseinheiten mit der Bedeutung der Nachhaltigkeit für das eigene Leben auseinanderzusetzen, Einsicht in die vielfältigen komplexen Zusammenhänge der Globalisierung zu bekommen und auch ein Stück verantwortliches Handeln zu zeigen, wenn es um den Aspekt der Umsetzbarkeit im eigenen Lebensumfeld geht.
Nach einführenden fachtheoretischen Impulsen (beteiligt waren schwerpunktmäßig die Unterrichtsfächer aus Wirtschaft, Sozialkunde, Ethik, Technologie, Biologie und Pädagogik/Psychologie) konnten sich alle in vorbereiteten Projektgruppen mit konkreten Themen intensiv auseinandersetzen. Wichtig war dem Vorbereitungsteam, dass die Schüler ganz konkret das Erleben können, was man sonst nur auf dem Papier diskutiert. Und natürlich ausprobiert!
Kurzgefasst (denn eigentlich müssten diese tollen Projektarbeiten viel ausführlichen gewürdigt werden!) sollen hier einige Besonderheiten beschrieben werden:

  • Projektgruppe "Straßenkreuzer": Obdachlosigkeit und Arbeitslosigkeit in Nürnberg? Durch einen sehr netten, persönlichen Kontakt zu den Verkäufern des Straßenkreuzers, sowie durch die Teilnahme an der Schichtwechselführung gelang ein Einblick in die Bedeutung von Arbeit für Menschen. Vielen Dank an Frau Weiß vom Straßenkreuzer! Und vielen Dank Jürgen Heiss!
  • Projektgruppe "Nürnberger Tafel": Hunger und Armut in Nürnberg? Es gibt nichts "Nachhaltigeres" als die Mitarbeit bei der Tafel, denn da merkt man eigentlich erst richtig, wie gut es einem geht! So gut, dass man ziemlich verschwenderisch wird! Vielen Dank fürs Augenöffnen Frau Grabow!
  • Projektgruppe "Blupingu": Schon mal über die Arbeit einer Umweltorganisation nachgedacht? Schon mal was von Coworking Space, von Aktionstagen oder Geocaching gehört? Sehr spannend! Fazit: Jeder Tag ist eine Chance - mach keinen Unterschied! Vielen Dank Andreas Fehr! (Wir haben für Bluepingu noch einen Artikel über den Projekttag geschrieben, der auf der Internetseite von Bluepingu veröffentlicht wurde. Wer mag, kann hier weiterlesen.
  • Projektgruppe "Biobauernhof Sippl": Bauernhof, Bioladen und Discounter – mehr als nur ein kleiner Preisunterschied? Was unterscheidet die Produkte sonst? Und wo gibt es die absoluten Billigkartoffeln? Eine für diese Gruppe ganz "naturverbundene" Recherche zur Nachhaltigkeit mit erstaunlichen Ergebnissen! Vielen Dank dafür!
  • Projektgruppe "Universität Erlangen": Welche Materialien benötigt man eigentlich für die Herstellung eines Handys und wo kommt das Zeugs überhaupt her? Unter welchen Bedingungen werden diese Rohstoffe gewonnen und gibt es - im Falle eines Falles - eigentlich Alternativen? Im GeoZentrum in Erlangen gab es dazu Antworten und viele Informationen. Vielen Dank Dr. Anette Regelous! "Geld regiert die Welt" - ja vielleicht, aber wie und aus was werden diese Münzen denn hergestellt? Experimentelle Einblicke und die Diskussion über die Problematik fehlender alternativer Materialien gab es am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften. Vielen Dank Frau Dr. Haase und Johannes Ast!

Alle Ergebnisse wurden am Donnerstagabend mit kurzweiligen, interessanten und sehr persönlichen Beiträgen einer geladenen Öffentlichkeit vorgestellt. Und im Sinne von Charles Dickens: "Tue so viel Gutes wie du kannst und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber" haben sich die Schüler am Ende der Woche entschlossen, die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen (hier können Sie mehr über unser Patenkind erfahren).

Wenn das kein zufriedenstellendes Ergebnis ist!

...und zum guten Schluss ein ganz herzliches Dankeschön an Pam, die Praktikantin der Universität Bamberg, ohne die dieses Projekt nur halb so gut gelungen wäre!