Auslandspraktikum in Norwegen

Als Besonderheit der MOS Franken kann man die fachpraktische Ausbildung auch im Ausland absolvieren. Bis jetzt waren schon einige Jahrgänge vor uns nach Valencia (Spanien) gegangen. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr auch ein Austausch mit Norwegen organisiert. Mit dem „Oystese Gymnas“ hatte man eine kleine Partnerschule ca. 1,5 Autostunden westlich von Bergen gefunden.

Groß war unsere Freude, dass wir zu den fünf Schülern gehörten, die den ersten Austausch unternehmen durften. Gleichzeitig gab es aber auch niemanden, der schon dort war und uns etwas erzählen konnte. Neuland war also angesagt ...und damit neben der Vorfreude auch ein bisschen Spannung.

Den Anfang sollten unsere norwegischen Austauschschüler machen. Ich habe es kaum erwarten können, welche Gruppe in Osytese ausgewählt wurde und wer mein Austauschpartner sein wird. Als Amanda fest stand, haben wir uns schon viel über WhatsApp geschrieben. Dann war es endlich soweit. Die Norwegischen Schüler lebten für zwei Wochen vom 22. November bis zum 4. Dezember in Gastfamilien, hatten etwas Unterricht in der Schule und unternahmen viele „Sightseeing Touren“. Zu Beginn haben wir in der Schule ein traditionelles deutsches Essen für unsere Gäste organisiert. Die Schüler waren zur Vorweihnachtszeit hier in Nürnberg und so bot es sich natürlich an, dass wir gemeinsam den Nürnberger Christkindlesmarkt besuchten und zusammen Plätzchen backten. In der kurzen Zeit haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt und auch unsere Familien haben ihre Englischkenntnisse deutlich verbessert. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug, die Abschiedsfeier kam viel zu schnell.

Smalahove

Im Februar waren dann wir am Zug und sind nach Norwegen geflogen, um dort zu arbeiten. Unsere Gastschüler haben uns in Bergen am Flughafen abgeholt und sind mit uns gemeinsam nach Hause gefahren. Wir haben in Norwegen an verschiedenen Arbeitsstellen gearbeitet: zum Beispiel im Bootsbau, im Hotel und in der Schule. Wir waren für insgesamt drei Wochen in Oystese.

Super interessant waren für uns Gestaltungsschüler vor allem die Projekttage mit verschiedenen Künstlern. Durch (oder trotz?) unseren Besuch im Winter haben wir selbstverständlich viel draußen unternommen. Am ersten Wochenende waren wir zur Stadtbesichtigung in Bergen. Die Stadt ist malerisch gelegen und besitzt einen eigenen großen Hafen. Mit einer Seilbahn gelangten wir zum Aussichtspunkt über der Stadt mit einer phänomenalen Aussicht. An einem Abend hat meine Gastfamilie ein traditionelles norwegisches Dinner organisiert und alle Austauschschüler dazu eigeladen. Zum Essen gab es einen Schafskopf, „Smalahove“, genannt.

Durch diesen Austausch haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt und eine neue Kultur kennengelernt. Norwegens Landschaft, dünn besiedelt, die Fjorde und Berge waren beeindruckend. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt und waren ein Teil der Familien für diese Zeit. Auch an den Arbeitsstellen hat man uns den Einstieg sehr leicht gemacht und bestens unterstützt. In diesen drei Wochen haben wir viel Spaß gehabt und unser Englisch um einiges verbessert.

Marie Schelte